„Traumland Deutschland“ Möglichkeitsräume und -träume der Kulturen

Datum / Uhrzeit
25.02.2018, 15:00 Uhr


…wieder machen wir alles Mögliche möglich:

durch spannende Begegnungen im künstlerischen Dialog
zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Religionen

am 25.2.2018, 15.00 Uhr
Evang. Gemeindesaal der Friedenskirche,
Kaiser-Wilhelm-Str. 18, 82319 Starnberg

im Rahmen der 12. Münchner Balkantage

Begrüßung – Pfarrer Dr. Stefan Koch / Barbara Beck, Kulturreferentin des Landkreises Starnberg

3 Länder 3 Kulturen 3 Künste

Lea Heib und Rainer „Kaiserwald“, Kroatien – Musik
Lindita Arapi, Albanien – Literatur
Afraa Batous, Syrien – Film/ Porträts

Moderation –
Elisabeth Carr und Denijen Pauljevic

mit kulinarischen Köstlichkeiten vom Balkan

Eintritt: 15.-/ Schüler und Studenten 8.-
verbindliche Kartenreservierung:
KunstRäume am See
kontakt@kunstraeume-am-see.de
08151 559721

Eine Kooperation des Vereins „Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.“ und „KunstRäume am See“

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Möglichkeitsräume der Kulturen

Vom 23. Februar bis 24. März 2018 beleuchten die 12. Balkantage mehrere Aspekte des „Traumlandes Deutschland“. Diesmal präsentiert der Migrantenverein Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. im Laufe eines Monats in München an 17 Tagen spannende und lebendige Events rund um den Balkan, seine Menschen und seine Kultur. Ob Ausstellung im Gasteig oder der traditionelle Balkanbasar im Kulturhaus Milbertshofen, die Balkanfilmtage, Konzerte, Diskussions- und Literaturveranstaltungen: Dialog und Begegnung zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Religionen versprechen neue Entdeckungen und viel Spaß.

Am 25. Februar findet ein Balkantag in Starnberg statt: „Möglichkeitsräume der Kulturen“.


Drei Künstlerinnen, drei Kulturen, drei Länder, drei Kunstbereiche – Musik, Film und Literatur:

„Eine musikalische Reise durch die wilden Schluchten des Balkan“ (frei nach Karl May): Lea Heib und Rainer „Kaiserwald“ (Akkordeon) interpretieren slawische Lieder des frühen 20.Jahrhunderts über Lebenskunst und Liebesleid, sogenannte „Starogradske pjesme“ – was so viel wie „alte Lieder“ heißt. Die Lieder, die in jener Zeit zwischen Vojvodina und Belgrad, zwischen Zagreb und Bosnien-Herzegowina (Leas Heimat) gesungen wurden, vereinigten in sich den Schmelz österreichischer Kaffeehausmusik, die orientalische Poesie, die russische Schwermut und das Feuer der ungarischen Nachbarn. Ergänzt wird das Repertoire durch Lieder und Chansons, die in Deutschland (Rainers Heimat) und Amerika zwischen den zwanziger und den sechziger Jahren entstanden sind.

„Sie arbeitet mit ästhetischen Mitteln, die die äußeren wie inneren Konflikte in ihrer verstörenden Vielschichtigkeit zeigen, die Frage nach dem richtigen Handeln umkreisen und nicht in eindeutigen Antworten auflösen.“ Das schreibt die Jury des Hans und Lea Grundig Preises über den Film „Skin“ von Afraa Batous, der syrischen Regisseurin aus Aleppo. Ihre Filmsprache ist wahrhaftig, intim und offen. Wir werden ihre neueste Kurz-Doku vorstellen, über die Gründerin des Migrantenvereins Sadija Klepo. Im Anschluss zeigen wir Ausschnitte aus Afraas preisgekröntem Film „Skin“ und sprechen mit ihr über das Leben zwischen Nürnberg und Aleppo.

Die sinnliche Sprache der Autorin Lindita Arapi in ihrem ersten Roman „Schlüsselmädchen“ geht tief unter die Haut. Sie gilt als eine der herausragenden zeitgenössischen Autorinnen Albaniens und gehört zum Kreis der literarischen Avantgarde, die sich in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in dem Land an der Wasserscheide zwischen der Adria und dem Ionischen Meer herausbildete. „Am Meer, nachts“, ihre erste Gedichtsammlung auf Deutsch, ist auch die erste veröffentlichte Gedichtsammlung einer albanischen Dichterin in deutscher Sprache. Sie ist Übersetzerin und freie Redakteurin der Deutschen Welle, wo sie oft über Albanien berichtet.